Archiv für März 2009

Nächstes Treffen

am Montag, 11.5. um 18.30h im Freiraum, ESA W.

On vous souhaite la bienvenue…

FORUM RECHT AutorInnenaufruf für das Heft 3/2009 mit Themenschwerpunkt „Militarismus“

Liebe AutorInnen, liebe LeserInnen,

nicht erst seit der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die „Enttabuisierung des Militärischen“ proklamierte, wird eine schleichende Militarisierung der bundesdeutschen Gesellschaft wahrgenommen. Deutschland hat wieder eine Einsatzarmee. Daran wird der Vertrag von Lissabon auf europäischer Ebene genauso wenig ändern wie die derzeitige NATO-Strategie – ganz im Gegenteil.

Für ihre Akzeptanz als kriegführende Armee braucht die Bundeswehr eine Verwurzelung in der Gesellschaft, die sie durch Strategien der Normalisierung im Sinne des Altkanzlers zu erreichen sucht: Das Bundeswehrorchestercorps zieht marschmusizierend durch die Provinzstadthallen, Gelöbnisse finden wieder im öffentlichen Raum statt, der Kölner Dom bekommt einen militärischen Gottesdienst und Hannover ein eigenes Panzerbataillon.

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Die Human Ressources greifen zur Feder

Vorstellung der Ausbildugszeitschrift „Freilaw“ (www.freilaw.de)

Das vierteljährlich online erscheinende „Freilaw“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Jurastudierenden eine Plattform für ihre wissenschaftlichen Artikel zu bieten. Schreiben können hier alle karriereorientierten Freiburger Studierenden, in der Redaktion ist aber nicht irgendwer. Jedenfalls scheint man dort auf gewisse Hierarchien Wert zu legen; für den Lebenslauf macht es sich gewiss besser, nicht nur als einfache RedakteurIn, sondern als Mitglied der „Chefredaktion“ oder gar im Bereich „Human Ressources“ Erfahrungen gemacht zu haben.

Die selbstredend mit Titelbezeichnungen wie „stud. jur.“ oder „ref. jur.“ firmierten Aufsätze ähneln durch ihre unschönen Gliederungspunkte mehr Hausarbeiten als journalistischen Artikeln. So zum Beispiel das Gutachten zum Freiburger Alkoholverbot, in dem unter Ausklammerung der wichtigsten Rechtsfrage die angebliche Rechtmäßigkeit des Verbots objektiv-juristisch „nachgewiesen“ wird.
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