Archiv der Kategorie 'Forum Recht'

FORUM RECHT AutorInnenaufruf für das Heft 3/2009 mit Themenschwerpunkt „Militarismus“

Liebe AutorInnen, liebe LeserInnen,

nicht erst seit der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die „Enttabuisierung des Militärischen“ proklamierte, wird eine schleichende Militarisierung der bundesdeutschen Gesellschaft wahrgenommen. Deutschland hat wieder eine Einsatzarmee. Daran wird der Vertrag von Lissabon auf europäischer Ebene genauso wenig ändern wie die derzeitige NATO-Strategie – ganz im Gegenteil.

Für ihre Akzeptanz als kriegführende Armee braucht die Bundeswehr eine Verwurzelung in der Gesellschaft, die sie durch Strategien der Normalisierung im Sinne des Altkanzlers zu erreichen sucht: Das Bundeswehrorchestercorps zieht marschmusizierend durch die Provinzstadthallen, Gelöbnisse finden wieder im öffentlichen Raum statt, der Kölner Dom bekommt einen militärischen Gottesdienst und Hannover ein eigenes Panzerbataillon.

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FORUM RECHT AutorInnenaufruf zum Schwerpunkt „BürgerInnenrechtspolitik“

Liebe AutorInnen, liebe LeserInnen,

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Veränderung und Erweiterung der staatlichen Sicherheitsarchitektur hat sich in Deutschland in den letzten Jahren eine breite BürgerInnenrechtsbewegung formiert. Gegenstände der Kritik sind, etwa in Gestalt der Vorratsdatenspeicherung und der Online-Durchsuchung, staatliche Eingriffe in die Freiheit des Individuums, und damit in die bestehenden Grundrechte der BürgerInnen. Von sozialen Bewegungen werden auch die ökonomischen Verhältnisse unter Zuhilfenahme von Globalen Sozialen Rechten kritisiert. Die Diskussion über Medikamentenpatente und die Berufung auf
ein Recht auf Ernährung sind nur zwei Beispiele unter vielen. Ein ähnlicher Bezug auf das Medium Recht zur Durchsetzung politischer Ziele findet sich bei MigrantInneninitiativen und ökologischen Kampagnen.
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Forum Recht AutorInnenaufruf für Heft 3/2008 zum Themenschwerpunkt „Critical Legal Studies“

Liebe AutorInnen, liebe LeserInnen,

die amerikanische Friedensbewegung und die Bürgerrechtsbewegung der späten 1960er Jahre
fanden auch Resonanz in der Jurisprudenz amerikanischer Universitäten. Es entwickelte sich die bis heute insbesondere im amerikanischen, aber inzwischen auch im deutschsprachigen Raum aktuelle Strömung der Critical Legal Studies (CLS).
Die AnhängerInnen, die sich selbst auch die „Crits“ nennen, bilden weniger eine „Schule“, welche eine einheitliche theoretische oder rechtspolitische Konzeption vertreten, als vielmehr eine lose Bewegung von RechtswissenschaftlerInnen, die gewisse Grundüberzeugungen teilen. Zu den wichtigsten zählt die indeterminancy thesis. Danach sind rechtliche Entscheidungen entgegen dem Mainstream der akademischen Lehrmeinungen weitaus weniger abhängig von den genuin juristischen Kunstfertigkeiten der Methode und Dogmatik, als vielmehr von der Sozialisation der Entscheidenden und dem aktuellen herrschenden Diskurs – pointiert: Recht ist immer nur geronnene Politik! Oder mit anderen Worten: Recht als Struktur dient der Konservierung gesellschaftlicher Hegemoniestellungen.
FORUMRECHT will sich in seiner nächsten Ausgabe mit den Critical Legal Studies befassen, wobei wir gerne auch Artikel über andere kritische Ansätze in den Rechtswissenschaften, die über die eigentlichen CLS hinausgehen, in den Schwerpunkt aufnehmen.
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Forum Recht Autor_innen-Aufruf 2/2008

Forum Recht, die Vierteljahreszeitschrift für rechtspolitische Themen, behandelt in jeder Ausgabe einen bestimmten Themenschwerpunkt. Das Heft 2/2008 soll den Themenschwerpunkt “Umweltrecht” bekommen. Im Folgenden dokumentieren wir den AutorInnen-Aufruf für diesen Tehmenschwerpunkt. Wer Interesse hat, einen Artikel dazu zu verfassen, kann sich jederzeit gerne bei der unten angegebenen Mail-Adresse oder auch bei uns melden. Das Gleiche gilt natürlich auch dann, wenn Ihr Ideen für Artikel habt, die sich mit anderen rechtspolitischen Themen befassen.

AutorInnenaufruf für das Heft 2/2008 zum Themenschwerpunkt “Umweltrecht”

Liebe LeserInnen, liebe AutorInnen,

ein totgeglaubtes Thema erlebt einen zweiten Frühling: Der Friedensnobelpreis geht an Klimaschützer, Australien tritt dem Kyoto-Protokoll bei und sogar das Flaggschiff der Springerpresse schwimmt im neuen Klimaschutz-Mainstream mit. Höchste Zeit also, sich mit dem Phänomen „Klimawandel“ und der damit verbundenen scheinbaren Renaissance von Umweltthemen kritisch auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung erfolgt notwendig auch im rechtlichen und rechtspolitischen Raum: Nicht zuletzt sind es rechtliche Steuerungsmechanismen, mit denen der menschlichen Umweltzerstörung Grenzen gesetzt werden sollen. Damit gerät ein Themenfeld in den Blick, das auch Forum Recht seit 2003 nicht mehr behandelt hat – und in dem es weit mehr zu beleuchten gilt als „nur“ den Umgang mit dem Klimawandel: Das Umweltrecht.

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